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Rezension: Die Welt im Rücken von Thomas Melle

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Klappentext: 
"Wenn sie bipolar sind, hat ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie ihre Zukunft. Mit jeder manischen Episode wird ihr Leben, wie Sie es kannten, weiter verunmöglicht. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich ihrer selbst nicht mehr sicher sein. Und Sie wissen nicht mehr, wer Sie waren. Was sonst vielleicht als Gedanke kurz aufleuchtet, um sofort verworfen zu werden, wird im manischen Kurzschluss zur Tat. Jeder Mensch birgt wohl einen Abgrund in sich, in welchen er bisweilen einen Blick gewährt; eine Manie aber ist eine ganze Tour durch diesen Abgrund, und was sie jahrelang von sich wussten, wird innerhalb kürzester Zeit ungültig. Sie fangen nicht bei null an, nein, Sie rutschen ins Minus, und nichts mehr ist mit Ihnen auf verlässliche Weise verbunden."

Der Schriftsteller Thomas Melle erzählt in „Die Welt im Rücken“ von …

Ein Traum wird wahr - Besuch in Paris bei Shakespeare & Company

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Letzte Woche war ich im Urlaub - im wunderschönen Paris!
Aus diesem Grund hatte ich jetzt auch so lange nichts gepostet (mal abgesehen davon, dass das hier eh keiner liest, aber nevermind). Bevor ich jetzt zum klischeehaften Urlaubsgeschwafel und Parisliebe abweife (wie kann man diese Stadt nicht lieben?) komm ich zu dem für euch vermutlich interessanteren Teil.
In der Stadt der Liebe ist nämlich ein kleiner Traum für mich wahrgeworden (nein, mein Freund hat mit keinen Antrag vorm Eiffelturm gemacht. Tatsächlich ist er auf die Knie gefallen und hat seine Schuhe gebunden, während die Menschen um uns herum bereits geklatscht haben- très embarrassant. Ich schweife ab). 

Nachdem ich "In 60 Buchhandlungen durch Europa: Meine Reise zu den schönsten Bücherorten unseres Kontinents" von Torsten Woywood gelesen habe, musste ich einfach die Gelegenheit beim Schopfe packen und unbedingt den in Paris aufgelisteten Bücherladen "Shakespeare & Company" einen Besuch abstatten…

Rezension: One Pot Wonders - Alles in einem Topf gekocht

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Klappentext:
Das ist die neue Ruckzuck-Küche: Nudeln, Reis oder Kartoffeln einfach gleichzeitig mit Kräutern, Gemüse oder Fleisch in nur einen Topf geben - und fertig!
Schnelle Lieblingsgerichte wie Schafskäse-Pasta, Reiscurry oder Gewürz-Couscous entstehen so von ganz allein. Und sie sparen nicht nur Abwasch, sondern auch Zeit.
Das Beste dabei: Unsere One-Pot-Rezepte sind so vielfältig wie innovativ - für Kochanfänger, ambitionierte Hobbyköche und Familienchefinnen. Probieren Sie es aus: Topf auf, Zutaten rein, Deckel drauf und einfach abwarten. Und Sie? Haben endlich Zeit für sich!

Ich liebe ja Kochbücher! Am liebsten würde ich jeden Tag eins kaufen, auch wenn ich schändlicherweise sehr selten etwas aus ihnen koche. Oft finde ich die Einkäufe dafür zu teuer oder mir fehlen Küchenutensilien.
Deshalb finde ich die Methode, alles in einen Topf zu packen, einfach grandios! Man braucht in der Regel nur einen beschichteten Topf mit Deckel, um fast alle Gerichte aus diesem Kochbuch nachzukoc…

Monatsrückblick #2 - gute Vorsätze

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Jaja wir kennen sie ja alle, die guten Vorsätze. Zumeist an Neujahr gesichtet oder gern bei neuem Beziehungsstart und Partnersuche, aber auch im Blog oft gesehen und selten eingehalten.
Ich hatte ja im Aprilrückblick viele neue Rezensionen und mehr Posts versprochen und auch ich habe schändlicherweise meine Vorsätze, im Mai viel mehr hier zu schreiben und zu lesen, nicht eingehalten. Zu meiner Verteidigung habe ich aber vorzubringen, dass es wunderschönes, sommerliches Wetter war, was ich lieber in der Eisdiele ausnutzen wollte, als über meinem Laptop in der Hitze zu brüten. Abgesehen davon, hat die ausgezeichnete, serviceorientierte Deutsche Bahn mir einfach unglaublich viel Zeit zwei Wochen lang geraubt.
Trotz allem, hier die Ausbeute:

Rezensionen

Diesen Monat haben es tatsächlich nur zwei(!) Rezensionen in den Blog geschafft. Schande über mich. Ernsthaft, ich hoffe wirklich, dass das besser wird und habe für den Juni auch schon eine Kochbuchrezension in petto.
Mr. Peardews Sammlung …

Alt ≠ Müll - Floh- und Trödelmarktliebe

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Ich liebe Trödelmärkte einfach.
Letztes Wochenende war die größte und einzige Attraktionen in meinem Ort: Der alljährliche Trödelmarkt.
Alle Anwohner kommen an diesem Tag aus ihren Löchern gekrochen und der Ortskern wird regelrecht von Touristen überflutet. An jeder Ecke duftet es nach Crêpes, gebrannten Mandeln, Zuckerwatte, Bratwürstchen, türkischen Köstlichkeiten, deren Namen ich weder kenne, noch aussprechen kann, gebratenen Nudeln und und und.
Anwohner verhökern ihren alten Plunder, in dem man wahre Schätze finden kann - Händler versuchen Ledertaschen, Elektrogegenstände, Bücher und Antiquitäten an den Mann zu bringen.

Die Atmosphäre ist einfach großartig. Ich freue mich immer wieder in ein strahlendes Gesicht zu blicken, das soeben einen lange gesuchten Schatz erfeilscht hat.
Man sieht eben doch immer wieder: Alt ist nicht gleich Müll. Vintage ist schon seit einigen Jahren wieder modern, wie man allein schon an Instagram, Pinterest und Co. sieht.
Und wo sonst bekommt man so gün…

Rezension: Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

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„Ein Roman über verlorene Dinge und zweite Chancen. Über einzelne Handschuhe, schönes Teegeschirr, begabte Nachbarinnen, unerwartete Freundschaften und zeitlose Liebe.“ Um was geht's?
Anthony Peardew sammelt seit dem Tod seiner Verlobten Therese verlorene Gegenstände auf, etikettiert sie und bewahrt sie sorgfältig in seinem behaglichen viktorianischen Haus auf. Mal ein einzelner Handschuh, ein abgefallener Knopf oder ein gelbes Haargummi. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie den Leuten wiedergeben zu können und so vielleicht das ein oder andere gebrochene Herz zu heilen. Auch hat er die Hoffnung, dass jemand den Liebespfand, den er von Therese vor 40 Jahren erhalten und am Tag ihres Todes verloren hat, vielleicht auch für ihn aufgehoben hat. Doch diese schier nicht zu bewältigende Aufgabe muss er an seine Assistentin Laura übergeben, denn Anthony's Zeit läuft ab.
Parallel wird eine zweite Geschichte erzählt, die Eunices. Sie beginnt im Juni 1974, am Tage Thereses Tod und nä…

Aufreger der Woche

Da ich im Moment aufgrund akuten Zeitmangels so gut wie nichts für diesen Blog schaffe, präsentiere ich heute den Aufreger der Woche:
Die Deutsche Bahn.

Jaja wir lieben sie ja alle, die Bahn. Leider sind die meisten von uns auf diese brachial überteuerten Sardinentransportbüchsen angewiesen.

Ich muss ja eh schon recht weit zur Uni pendeln - etwa zwei Stunden bin ich mit der Bahn unterwegs - doch diese Baustellen im Moment sind einfach die Krönung.
Da reichen keine zwei Stunden mehr, nein nein, machen wir doch fünf pro Fahrt daraus!
Kein Wunder, dass ich gar nicht mehr dazu komme, hier überhaupt etwas zu schreiben!
Ich bin wirklich ein geduldiger Mensch, aber wenn man für knapp 50km fünf Stunden fahren muss, reißt auch mir der Faden.
Da fährt eh nur schon einmal die Stunde eine viel zu überfüllte Bahn, dann fällt diese auch aus. Und die nächste und die nächste und die nächste... Und das dann noch nächsten zwei Wochen.
Also nicht nur Aufreger der Woche, sondern Aufreger für mindestens z…